Ziel und Fokus des Workshops
Der Workshop bildete das Vorprogramm der Tagung „Sport & Nachhaltigkeit“ und diente gezielt der Förderung von PhDs. Im Fokus stand der inter- und intradisziplinäre Austausch der Promovierenden untereinander sowie mit Mentor*innen. Ein zentrales Ziel war zudem, akademische Rahmenbedingungen kritisch zu beleuchten, mit besonderem Augenmerk auf Karrierewegen, Good Practices in der Betreuung und mentaler Gesundheit.
Präsentationen
In drei Parallel Sessions stellten die Doktorierenden ihre aktuellen Qualifikationsarbeiten vor und erhielten Feedback. Die Themenvielfalt umfasste u. a. Nachhaltigkeit im Klettersport, Digitalisierung, ehrenamtliches Engagement in Vereinen sowie Inklusion im Rollstuhlsport. Darüber hinaus gab es zwei Keynotes: Marco Hollenstein referierte über „Akademische Karrieren und Good Practices in der PhD-Betreuung“. Olivier Spiess und Mirjam Zeiter beleuchteten das Doktorat als psychologische Risikophase im Kontext mentaler Gesundheit.
Theoretische Diskussionen
Die Betreuung von Promovierenden wurde als komplexe Beziehungsarbeit diskutiert, die auf klaren Absprachen – wie einer Doktoratsvereinbarung – basieren sollte. Intensiv besprochen wurden strukturelle und psychologische Stressoren: Die SWiMS-Umfrage zeigte, dass viele PhDs unter arbeitsbezogenem Stress (49 %) und depressiven Symptomen (22 %) leiden. Hauptursachen sind befristete Verträge, starke Abhängigkeiten und Publikationsdruck. Individuelle Strategien (z. B. Selbstfürsorge) wurden strukturellen Forderungen (etwa 60 % geschützte Forschungszeit) gegenübergestellt.
Social Event
Für den informellen Austausch gab es ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm. Am späten Dienstagnachmittag fanden gemeinsame Sportaktivitäten statt, gefolgt von einem Abendessen am Institut. Der Mittwochmorgen startete ebenfalls mit einem sportlichen Programm der Hauptkonferenz.
Fazit
Der Workshop bot eine ideale Plattform zum Austausch unter PhDs der Sportsoziologie und der Sportökonomie. Er ermöglichte fachliches Feedback und regte zur kritischen Reflexion der Arbeitsbedingungen an. Deutlich wurde, dass wissenschaftliche Exzellenz langfristig nur durch soziale Nachhaltigkeit und den aktiven Schutz der mentalen Gesundheit von Promovierenden gesichert werden kann.