Ziel und Fokus des Workshops
Der zweitägige Workshop diente der gezielten Förderung der Doktorierenden im Rahmen des Doktoratsprogramms «Problemorientierte Sportwissenschaft» (2025–2028). Ziel war es, das Verständnis für aktuelle internationale Entwicklungen in der Bewegungsförderungspolitik zu vertiefen, zentrale Instrumente zur Beobachtung und Evaluation von Politikmassnahmen kennenzulernen und kritisch zu reflektieren sowie den praktischen Einsatz des Physical Activity Environment Policy Index (PA-EPI) zu erproben. Dabei standen insbesondere internationales Benchmarking, die Identifikation von Umsetzungslücken sowie die Ableitung von evidenzbasierten Politikempfehlungen im Vordergrund.
Präsentationen
Die Präsentationen kombinierten konzeptionelle Inputs mit interaktiven Gruppenarbeiten und basierten auf grossen europäischen Forschungsinitiativen. Die Teilnehmenden erhielten einen fundierten Überblick über moderne Ansätze der Evaluation von Bewegungsförderungspolitiken und arbeiteten mit aktuellen, international etablierten Instrumenten. Ein besonderer Fokus lag auf der praktischen Anwendung des PA-EPI anhand von realitätsnahen Beispielen und Szenarien.
Theoretische Diskussionen
In den theoretischen Einheiten wurden zentrale Grundlagen der Bewegungsförderungspolitik behandelt, darunter Begriffe, Relevanz, theoretische Ansätze und konzeptionelle Rahmenmodelle. Zudem wurden bestehende Methoden und Instrumente zur Beobachtung und Bewertung von Politikmassnahmen diskutiert. Der Policy Evaluation Network (PEN) und das IMPAQT-Projekt wurden als zentrale europäische Kontexte vorgestellt. Vertieft wurde das PA-EPI-Modell mit seinen Politik- und Infrastrukturbereichen sowie dem achtstufigen Prozess von der Evidenzaufbereitung bis zu konkreten Politikempfehlungen. Fallbeispiele aus Irland und den Niederlanden veranschaulichten den Wissenstransfer in die Politikpraxis.
Social Event
Im Rahmen des Social Events reisten wir mit dem öffentlichen Verkehr zum Berner Hauptbahnhof und erkundeten zu Fuss die Altstadt mit Stationen beim Zytglogge, bei Einsteins Wohnung und den Bären. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen im Restaurant Tramdepot, begleitet von lebhaften Gesprächen über kulturelle Unterschiede in der Bewegungsförderungspolitik – und über gutes Essen.
Fazit
Der Workshop zeigte, dass standardisierte und systematische Instrumente entscheidend sind, um nationale Kapazitäten zur Evaluation von Bewegungsförderungspolitiken zu stärken. Der PA-EPI ermöglicht ein aussagekräftiges nationales und internationales Benchmarking, hilft zentrale Umsetzungslücken sichtbar zu machen und unterstützt die Priorisierung umsetzbarer, evidenzbasierter Politikempfehlungen.