Satelliten-Workshop des Doktoratsprogrammes "Problemorientierte Sportpädagogik" der Abteilung Gesundheitswissenschaft 2025
Umsetzung von Richtlinien zur körperlichen Aktivität: Maßnahmen, Methoden und Bewertungsinstrumente

Logo des Projekts IMPAQT.

Datum: 30.-31.10.2025
Ort: ISPW, Bern
Organisator*innen: Lea Nitzpon & Claudio Nigg
Gastreferent*innen: Prof. Catherine Woods, Dr. Sven Messing, Dr. Kevin Volf von der University of Limerick, Ireland
Teilnehmende: Sally Haddad, Lea Nitzpon, Kai Gensitz, Martin Bührer, PD Dr. Julia Schmid, Prof. Claudio R. Nigg
Gäste Tag 1: Prof. Peter Gelius, Jérémie Duciel, Universität Lausanne

Ziel und Fokus des Workshops

Der zweitägige Workshop diente der gezielten Förderung der Doktorierenden im Rahmen des Doktoratsprogramms «Problemorientierte Sportwissenschaft» (2025–2028). Ziel war es, das Verständnis für aktuelle internationale Entwicklungen in der Bewegungsförderungspolitik zu vertiefen, zentrale Instrumente zur Beobachtung und Evaluation von Politikmassnahmen kennenzulernen und kritisch zu reflektieren sowie den praktischen Einsatz des Physical Activity Environment Policy Index (PA-EPI) zu erproben. Dabei standen insbesondere internationales Benchmarking, die Identifikation von Umsetzungslücken sowie die Ableitung von evidenzbasierten Politikempfehlungen im Vordergrund.

Präsentationen

Die Präsentationen kombinierten konzeptionelle Inputs mit interaktiven Gruppenarbeiten und basierten auf grossen europäischen Forschungsinitiativen. Die Teilnehmenden erhielten einen fundierten Überblick über moderne Ansätze der Evaluation von Bewegungsförderungspolitiken und arbeiteten mit aktuellen, international etablierten Instrumenten. Ein besonderer Fokus lag auf der praktischen Anwendung des PA-EPI anhand von realitätsnahen Beispielen und Szenarien.

Theoretische Diskussionen

In den theoretischen Einheiten wurden zentrale Grundlagen der Bewegungsförderungspolitik behandelt, darunter Begriffe, Relevanz, theoretische Ansätze und konzeptionelle Rahmenmodelle. Zudem wurden bestehende Methoden und Instrumente zur Beobachtung und Bewertung von Politikmassnahmen diskutiert. Der Policy Evaluation Network (PEN) und das IMPAQT-Projekt wurden als zentrale europäische Kontexte vorgestellt. Vertieft wurde das PA-EPI-Modell mit seinen Politik- und Infrastrukturbereichen sowie dem achtstufigen Prozess von der Evidenzaufbereitung bis zu konkreten Politikempfehlungen. Fallbeispiele aus Irland und den Niederlanden veranschaulichten den Wissenstransfer in die Politikpraxis.

Social Event

Im Rahmen des Social Events reisten wir mit dem öffentlichen Verkehr zum Berner Hauptbahnhof und erkundeten zu Fuss die Altstadt mit Stationen beim Zytglogge, bei Einsteins Wohnung und den Bären. Den Abschluss bildete ein gemeinsames Abendessen im Restaurant Tramdepot, begleitet von lebhaften Gesprächen über kulturelle Unterschiede in der Bewegungsförderungspolitik – und über gutes Essen.

Fazit

Der Workshop zeigte, dass standardisierte und systematische Instrumente entscheidend sind, um nationale Kapazitäten zur Evaluation von Bewegungsförderungspolitiken zu stärken. Der PA-EPI ermöglicht ein aussagekräftiges nationales und internationales Benchmarking, hilft zentrale Umsetzungslücken sichtbar zu machen und unterstützt die Priorisierung umsetzbarer, evidenzbasierter Politikempfehlungen.

Die Teilnehmenden des Satelliten der Abteilung Gesundheitswissenschaft.