Verschiedenes

Nahaufnahme einer Hand mit mittels farbiger Linien veranschaulichtem Längenverhältnis von Zeige- (2D) zu Ringfinger (4D).
© Ernst-Joachim Hossner

Jenseits der auf den anderen Webseiten dargestellten Forschungsprogramme haben wir eine Vielzahl praxisnaher Publikationen verfasst (bspw. Hossner, 1992, 2019), Möglichkeiten qualitativer Forschung im Rahmen der Bewegungs- und Trainingswissenschaft erörtert (Hossner, 1999) und eine gross angelegte qualitative Studie zum Techniktraining im Spitzensport initiiert und zu Prinzipien verdichtet (Hossner, 1996). Ferner haben wir uns schon früh zur Implementation expliziter und impliziter Kontrollfunktionen geäussert (Hossner & Weicker, 1999), eine «Knotenpunkt-Hypothese» zur Erklärung internaler vs. externaler Aufmerksamkeitseffekte aufgestellt und überprüft (Hossner & Ehrlenspiel, 2010) und eine Metanalyse zur schlafbezogenen Konsolidierung des motorischen Gedächtnisses betreut (Schmid et al. 2020). Auch waren wir an wissenschaftlichen Publikationen zur Interpretation von mit Punktlicht-Figuren dargebotenen Würfen (Munzert et al., 2010), zu Wahrnehmungsschwellen bei passiver Bewegung von Leistungsturnerinnen (Maalouli-Hartmann et al., 2014) sowie zu Schlafproblemen im Leistungssport (Vorster et al., 2022) beteiligt. Verschiedene weitere Einzelbefunde harren noch der Veröffentlichung, etwa zur Förderung der Kreativität im argentinischen Tango, zur veränderten Zeitschätzung und Körperspannung in Abhängigkeit von der getragenen Kleidung oder zu Unterschieden im Längenverhältnis von Zeige- und Ringfinger zwischen Athleten verschiedener Sportarten und Leistungsniveaus («2D4D ratio»; siehe Foto). Geringere Chancen auf Annahme zur Publikation rechnen wir uns hingegen für unseren Beitrag zur – von Joachim Funke und Heike Gerdes aufgegleisten – Gummibärenforschung aus, der 1998 an der dvs-Tagung für Biomechanik, Sportmotorik und Trainingswissenschaft präsentiert wurde (siehe Video).

Ausgewählte Publikationen

  • Hossner, E.-J. (1992). Gegen Überforderungsängstlichkeiten beim Lehren sportmotorischer Fertigkeiten. Leipziger Sportwissenschaftliche Beiträge, 33(2/3), 64–70.
  • Hossner, E.-J. (2019). Techniktraining im Volleyball. SportPraxis, 60(11/12), 6–11.
  • Hossner, E.-J. (1999). Möglichkeiten und Grenzen qualitativer Forschung in der Trainingswissenschaft. In A. Hohmann, E. Wichmann & K. Carl (Hrsg.), Feldforschung in der Trainingswissenschaft (S. 75–88). Strauß.
  • Hossner, E.-J. (1996). Prinzipien des Techniktrainings im Spitzensport. In K. Roth (Hrsg.), Techniktraining im Spitzensport. Alltagstheorien erfolgreicher Trainer (S. 84–99). Strauß.
  • Hossner, E.-J., & Ehrlenspiel, F. (2010). Time-referenced effects of an internal vs. external focus of attention on muscular activity and compensatory variability. Frontiers in Psychology, 1:230. https://doi.org/10.3389/fpsyg.2010.00230
  • Hossner, E.-J., & Weicker, H. (1999). Explizite und implizite motorische Kontrolle – funktionale und implementationale Aspekte. In J. Wiemeyer (Hrsg.), Forschungsmethodologische Aspekte von Bewegung, Motorik und Training im Sport (S. 119–133). Czwalina.
  • Schmid, D., Erlacher, D., Klostermann, A., Kredel, R., & Hossner, E.-J. (2020). Sleep-dependent motor memory consolidation in healthy adults: A meta-analysis. Neuroscience & Biobehavioral Reviews, 118, 270–281. https://doi.org/10.1016/j.neubiorev.2020.07.028
  • Munzert, J., Hohmann, T., & Hossner, E.-J. (2010). Discriminating throwing distances from point-light displays with masked ball flight. European Journal of Cognitive Psychology, 22(2), 247–264. https://doi.org/10.1080/09541440902757975
  • Maalouli-Hartmann, M., Haller, K., Moser, I., Hossner, E.-J., & Mast, F. (2014). Direction detection thresholds of passive self-motion in artistic gymnasts. Experimental Brain Research, 232(4), 1249–1258. https://doi.org/10.1007/s00221-014-3841-0
  • Vorster, A. P. A., Erlacher, D., Barrazoni, F., Hossner, E.-J., & Bassetti, C. L. (2022). Schlafprobleme im Leistungssport. Swiss Medical Forum ‒ Schweizerisches Medizin-Forum, 22(11/12), 198–203. https://doi.org/10.4414/smf.2022.08941