Institut für Sportwissenschaft

Forschungsausstattung

Sensomotorik-Labor

Zur Untersuchung von Fragen zur Wahrnehmungs-Handlungs-Kopplung steht im Sensomotorik-Labor ein Vicon-T20-System mit integrierten Eyetrackern sowie der Möglichkeit der synchronen Darbietung visueller und auditiver Stimuli zur Verfügung.

Kinematik und Dynamik

Vicon-System. Die Aufnahme kinematischer Parameter erfolgt mit einem VICON-T20-3D-Bewegungserfassungssystem. Durch markerbasiertes Tracking können in grossen Aufnahmevolumen (100 m3) Bewegungen bei maximaler Auflösung (2 Megapixel) mit 500 Hz aufgezeichnet werden, so dass eine präzise Bewegungsanalyse gewährleistet ist.

Nexus-Software. Das VICON-System umfasst zehn Kameras, welche in der Regel im Sensomotoriklabor installiert sind, auf Stativen montiert aber auch Aufnahmen ausserhalb des Labors erlauben. Die aktuelle Software ermöglicht eine fehlerfreie Darstellung der Bewegung in Echtzeit, so dass etwa eine Einbettung der Erfassungen in virtuelle Welten online erfolgen kann.

Basler-Kameras. Zur Kontrolle der mit dem VICON-System erhobenen Daten, je nach Fragestellung aber auch für den isolierten Einsatz im Labor oder im Feld, stehen für kinematische Aufnahmen auch zwei (systemintegrierte) Basler-Pilot-Highspeed-Kameras zur Verfügung mit einer Aufnahmefrequenz von bis zu 210 Hz bei einer Auflösung von 640 x 488 Pixel. 

AMTI-Kraftmessplatten. Zwei systemintegrierte AMTI-Kraftmessplatten mit einer Aufnahmefrequenz von bis zu 1000 Hz dienen der Registrierung dynamischer Kennwerte. Die beiden Platten sind auf eine Grundplatte montiert, die je nach Fragestellung eine unterschiedliche Anordnung erlaubt (bspw. hintereinander versetzt zur Aufzeichnung des Gangbildes).

Blickbewegungsregistrierung

EyeSeeCam Analog. Ein leichtgewichtiges EyeSeeCam-System (mono- und binokulär, 220 Hz) dient der hochfrequenten Erfassung von Augenbewegungen. Dabei erlaubt die zeitgleiche Erfassung von Kopfbewegungen (VICON) – im Gegensatz zu ansonsten gängigen Auswertestrategien von Blickdaten – die Automatisierung und den Online-Einsatz der Analysen.

EyeSeeCam VOG. Für den nicht-systemintegrierten Einsatz stehen ferner zwei VOG-EyeSeeCam-Systeme (Videookulographie, 25 Hz) zur Verfügung, von denen das eine die aktuelle Augenposition als Fixationskreuz im kopfrelativierten Szenenbild darstellt und das andere das Szenenbild über eine „gaze-driven“-Kamera den Augenpositionen entsprechend erfasst.